© freizeitplaner2010

Oberwiehler Wasserwege

Auf einen Blick

  • Wiehl
Ein Teich und
zwei Turbinen


Da war sich der Ausschuss für Kultur und Denkmalschutz einig: Ratsmitglieder und sachkundige Bürger beschlossen im November 2003 unisono, dass man einen neuen Straßenzug in Oberwiehl nach Carl Hans benennen sollte, jenem Mann, der 1899 die Oberwiehler Kunstwollfabrik gegründet hat. Auch wenn’s dort „keen Arbeed för richtije Männer“ gab (Wilfried Hahn in der „Oberwiehler Dorf-Zeitung“), war das Unternehmen, genauso wie das Eisenwerk Grümer, ein Beispiel für die Industrialisierung der Region.

Mittlerweile feiert man auf dem Gelände am Hans-Teich regelmäßig das „Fabrikfest“: 1993 gründeten der Achsenhersteller BPW, zuletzt Besitzer der Firmen Hans und Grümer, und die Stadt die Oberwiehler Wohn- und Gewerbepark GmbH. BPW brachte die Immobilien ein, die Stadt steuerte damals 600 000 Mark bei, und das, so die Oberbergische Volkszeitung, sollte sich als „echter Glücksfall für die Entwicklung Oberwiehls erweisen“, ja sogar zum „Vorzeigeprojekt“ werden, „weit über die Grenzen der Stadt Wiehl hinaus“. Längst sind Umbau und Sanierung abgeschlossen, Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten entstanden, und der Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins Oberwiehl, Udo Kolpe, schwärmt angesichts der gelungenen Kombination aus Teich-Idylle und Bürger-Nutzung von einem „herrlichen Teil Oberwiehler Heimat“.

Zusammen mit etlichen Industriedenkmalen gehört der Hans-Teich, einst Wasserspeicher für die Eisenhütte und die spätere Kunstwollfabrik, seit 2010 zur Wanderroute „Oberwiehler Wasserwege“. Die verbinden vier Wasserkraftanlagen im mittleren Wiehltal und damit „historische Technik und die naturgeschützte Wiehlaue als besonderes Ausflugsziel“, wie der Gemeinnützige Verein in seinem Wandervorschlag vermerkt. Seit Jahrhunderten, heißt es da, habe man im Wiehltal die Wasserkraft für Hammer- und Sägewerke, Mühlen und seit den 1920er Jahren auch für die Stromerzeugung genutzt. Noch heute in Betrieb sind eine Voith-Turbine am Stauweiher Bieberstein und eine Ossberger Flachwasserturbine mit Wehr­ und Teichanlage, Ober- und Untergraben am Oberwiehler Hammer, die nach wie vor Strom ins Netz einspeist. Errichtet wurde das Hammerwerk 1836, mal zur Eisenbearbeitung, mal zur Kunstwollproduktion genutzt und erst im Jahr 1991 endgültig stillgelegt.

Kontakt

Oberwiehler Wasserwege
Oberwiehler Straße
51674 Wiehl
Deutschland

Weitere Sehenswürdigkeiten

Was möchten Sie als nächstes tun?

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.