© Aggerverband

Aggertalsperre

Wo mit Wasser Strom gemacht wird

Die Aggertalsperre sollte einst Hab und Gut retten – und schützt heute das Klima

Geschwungen durchzieht sie bis zu 45 Meter hoch das Aggertal – und hält mehr als 17 Millionen Kubikmeter Wasser zurück. Wer sich der Staumauer der Aggertalsperre in Gummersbach nähert und übers Wasser schaut, wird unwillkürlich an skandinavische oder kanadische Seen erinnert – oder an Bier. Schließlich sind Bildausschnitte des Stausees mit der markanten Halbinsel in seiner Mitte schon häufig ditigal zusammengeschnitten mit Bildern aus anderen Talsperren in Werbespots und -anzeigen einer Biermarke aus dem Sauerland verwendet worden (s. S. 47).

Nicht um Genuss, sondern um Hab und Gut sowie manchmal auch um Leib und Leben ging es unterdessen den Erbauern der Tal- sperre. Denn regelmäßig verursachte die Agger früher verheerende Hochwasserschäden. Daher wurden bereits um 1900 erste Überlegungen zum Bau einer Tal- sperre oberhalb von Dümmlinghausen getroffen. Da außerdem ganzjährig nutz- bare Wasserkraft für die fortschreitende Industrialisierung im Oberbergischen einen günstigen Antrieb darstellte, wurde 1923 eine Aggertalsperrengenossenschaft gegründet. Ihr Ziel war es, die Pläne für einen Talsperrenbau nun auch Wirklichkeit wer- den zu lassen. 1927 begann die Genossen- schaft mit dem Bau der Staumauer aus Gussbeton. Zum Transport von Material
und Arbeitern wurde die damals noch auf der Aggertalstraße verlaufende Straßen- und Güterbahn der Gummersbacher Klein- bahnen bis zum Kleinbahnhof Genkelmündung genutzt. Bis zu 1600 Arbeiter waren auf der Baustelle beschäftigt. Nach der Fertigstellung konnte am 18. Oktober 1929 mit dem Einstau begonnen werden. Heute hilft die Talsperre, die neben der Agger auch von der Genkel gespeist wird, nicht nur Hochwasser vorzubeugen und in trockenen Zeiten den Wasserstand der Agger aufzufüllen, an ihr wird mit Wasserkraft auch Strom erzeugt. Mit der Energie von 2,5 Gigawattstunden im Jahr können laut Agger- verband, der die Talsperre betreibt, rund 715 Haushalte versorgt und 1380 Tonnen klimaschädliche CO2-Emmissionen vermieden werden.
 
Nicht zuletzt ist die Aggertalsperre auch ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt einen Segelverein, einen Bootsverleih und an der Vorsperre in Bruch auch ein Strandbad.
Direkt am Parkplatz neben der Staumauer beginnt zudem der Energieweg des Bergischen Wanderlands, der entlang einer 11,9 Kilometer langen Rundtour nicht nur die Aggertalsperre und ihr Wasserkraftwerk, sondern auch noch eine Reihe weiterer alternativer Energiegewinnungsformen vorstellt.

Anfahrt: Parken kann man an der Staumauer der Aggertalsperre (Ecke Hagener Str./Sperrmauer, 51645 Gummersbach.
Infos:www.aggerverband.de,
www.bergisches-wanderland.de/bergische-streifzuege/alle-streifzuege/10-energieweg-gummersbach-119-km

Diesen und weitere Texte finden Sie in der Broschüre "Bergische Orte" vom Naturpark Bergisches Land.

Kontakt

Aggertalsperre
Sperrmauer
51645 Gummersbach

Zweckverband Naturpark Bergisches Land
Moltkestraße 26
51643 Gummersbach

Tel.: +49 22 61 / 9163100
E-Mail:
Webseite: www.naturparkbergischesland.de

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