© Hans Wielpütz

Bergbau auf dem Lüderich

Schon die Römer gruben hier nach Erz

Bergbau auf dem Lüderich zwischen Rösrath und Overath

Zugemauerte Stollen, sagenumwobene rostrote Bäche und gleich zwei imposante Fördertürme erinnern auf dem Lüderich an die Zeit, als tief in dem Berg noch Blei-, Zink-, und Silbererz abgebaut wurde. 1978 schloss die letzte Erzgrube nach mehr als 2000 Jahren Bergbaugeschichte. Denn
Erz – so weiß man seit Kurzem – wurde am Lüderich schon in der Zeit zwischen 350 und 50 vor Christus abgebaut.

Vom Hoffnungsthaler Bahnhof der Regionalbahnlinie 25 aus führt ein Bergischer Streifzug, der Rösrather Bergbauweg, hinauf auf den 260,2 Meter hohen Berg zwischen Rösrath und Overath. An zehn Infotafeln und einer Hörstation am Wegesrand wird der Wanderer unterwegs in die Zeit entführt, als aus dem Berg noch Bodenschätze gefördert wurden.
 
Durchs Rothenbacher Tal, um dessen rötlich eingefärbten Bach sich blutige Sagen von eingestürzten Bergwerken ranken, geht es hinauf zum Fördergerüst des früheren Franziskaschachts. Dort können Wanderer an einer Audiostation nicht nur das Steigerlied erklingen lassen, sondern auch Sagen rund um die unterirdischen Schätze des Lüderichs lauschen. Vorbei an jener Stelle, an der Archäologen Anfang der 2000er-Jahre Bergbauspuren römischer
 
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde auf dem Gelände der ehemaligen Bergbauhalden und der früheren Erzaufbereitungsanlage ein Golfplatz angelegt. Dessen Bistro befindet sich im ehemaligen Maschinenhaus des Hauptschachts und lädt auch Wanderer zur Einkehr ein. Wenige Meter weiter lockt ein Abstecher zum Barbarakreuz, einem 15 Meter hohen Metallkreuz, das in Erinnerung an die Bergleute nach deren Schutzpatronin, der Heiligen Barbara, benannt ist.

Durch den Ort mit dem bezeichnenden Namen Bleifeld geht’s schließlich vorbei am Portal des Hoffnungsthaler Eisenbahntunnels, durch den Züge zwischen Sülz- und Aggertal verkehren, zurück nach Hoffnungsthal. Heute kaum noch zu erkennen ist, dass auch das Sportplatzgelände Bergsegen einst Betriebsgelände eines Bergwerks war. Ebenso befindet sich das Freibad etwas weiter talwärts auf einem früheren Bergwerksareal. Der Geschichte des Erzbergbaus begegnet man auf und rund um den Lüderich buchstäblich auf Schritt und Tritt.
 
Und wie es ist, selbst in ein Bergwerk einzufahren, das lässt sich im Schaubergwerk des nicht weit entfernten Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe in Bergisch Gladbach-Bensberg nachempfinden. Dort sind auch zahlreiche Maschinen und historische Werkzeuge zu sehen, mit denen teilweise bereits vor unserer Zeitrechnung am Lüderich nach Erz gegraben wurde.

Anfahrt: Der 12,2 km lange Bergbauweg (Bergischer Streifzug Nr. 15) auf den Lüderich hat Start und Ziel am Bahnhof in 51503 Rösrath-Hoffnungsthal. Der Förderturm des ehemaligen Hauptschachts der Grube Lüderich ist auf dem Gelände des Golfplatzes „Der Lüderich“ zu finden (Am Golfplatz 1, 51491 Overath).
Infos:www.bergisches-wanderland.de/bergische-streifzuege/alle-streifzuege/15- bergbauweg-roesrath-122-km,
www.gc-luederich.de,
www.bergisches-museum.de

Diesen und weitere Texte finden Sie in der Broschüre "Bergische Orte" vom Naturpark Bergisches Land.

Kontakt

Grube Lüderich
Am Golfplatz 1
51491 Overath

Zweckverband Naturpark Bergisches Land
Moltkestraße 26
51643 Gummersbach

Tel.: +49 22 61 / 9163100
E-Mail:
Webseite: www.naturparkbergischesland.de

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