© Guido Wagner

Zornige Ameise

„Zornige Ameise“ am Wasserparadies

Zornige Ameise – Ein temperamentvoller Wirt verhalf Ausflugsziel an der Bevertalsperre zu seinem Namen

Ein Cappuccino auf dem Tisch, für die Kinder eine Pommes und dann einfach nur dem Plätschern der Wellen unterhalb der Holzbrüstung lauschen und in die Sonne blinzeln, die durch die Blätter der Bäume scheint. Die ebenso aus- wie einladende Terrasse des Lokals mit dem ungewöhnlichen Namen „Zornige Ameise“ direkt am Ufer der oberbergischen Bevertalsperre ist seit über einem halben Jahrhundert ein Treffpunkt für Erholungssuchende vom Rheintal bis ins Ruhrgebiet. Wenn es heiß wird im Bergischen, suchen viele Menschen Abkühlung an den Talsperren der Region, die über so viele Stauseen verfügt wie keine andere Region in Deutschland.

Vor allem die Bucht der „Zornigen Ameise“ mit dem gleichnamigen Lokal bietet sich für eine Abkühlung an: Hier gibt es weit- läufige Liegewiesen, einen Badestrand und auch einen Posten der DLRG.
 
Gebaut worden ist die heute 23,7 Millionen Kubikmeter Wasser fassende Talsperre unterdessen nicht in erster Linie zu Naherholungszwecken, sondern um die Städte wupperabwärts vor den verheerenden Überschwemmungen zu schützen und den mit Wasserkraft angetriebenen Fabriken auch im Sommer ausreichend Antriebskraft zu sichern. 1896 wurde mit dem Bau einer ersten Staumauer bei der Ortschaft Wefelsen begonnen. Der so entstandene 3,3 Millionen Kubikmeter fassende Stausee war die erste Nutzwassertalsperre im Wuppergebiet, und hielt bei starken Regenfällen Wasser zurück, um es in Trockenzeiten an die Wupper unterhalb abzugeben. 1938 wurde die Talsperre durch den Bau eines weiter unten im Tal liegenden Steinschüttdamms auf das heutige Volumen vergrößert. Nun staute sich auch in dem Talbereich unterhalb der heutigen
„Zornigen Ameise“ das Wasser auf.
 
Die Geschichte der Gaststätte begann im Jahr 1951. Als nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Menschen auf der Suche nach Erholung waren, nutzten immer mehr die Bevertalsperre zum Baden und Schwimmen sowie bald auch zum Boot- fahren und für anderen Wassersport. Der Wuppertaler Heinrich Ravenstein eröffnete damals einen kleinen Kiosk für die Badegäste, der immer weiter ausgebaut wurde. Ihren Namen verdanken das Lokal und die nach ihm benannte Bucht dem bisweilen überschäumenden Temperament des Wirts. So soll ein Gast einmal gesagt haben: „Der tobt wie eine zornige Ameise.“
 
Das ist allerdings lange her. Heute werden Besucher sehr zuvorkommend im Ausflugs- lokal empfangen und können Gastronomie und Ausblick über das Wasserparadies ganz ohne tobende Ameise genießen.

Anfahrt: Direkt oberhalb des Lokals
„Zornige Ameise“ gibt es einen Park- platz. Die Navigations-Adresse für die Anfahrt lautet: Großberghausen 2, 42499 Hückeswagen.
Infos:www.zornige-ameise.com; eine Reihe von Wanderwegen an der Bevertalsperre sowie zwischen dieser und dem Hückeswagener Stadtkern enthält das Faltblatt „Hückeswagen zu Fuß erleben“, es kann auf der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden: www.hueckeswagen.de.

Diesen und weitere Texte finden Sie in der Broschüre "Bergische Orte" vom Naturpark Bergisches Land.

Kontakt

Zornige Ameise
Großberghausen 2
42499 Hückeswagen

Zweckverband Naturpark Bergisches Land
Moltkestraße 26
51643 Gummersbach

Tel.: +49 22 61 / 9163100
E-Mail:
Webseite: www.naturparkbergischesland.de

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